Metropolis

Fritz Langs monumentaler Sience-Fiction-Klassiker mit der Originalmusik von Gottfried Huppertz Deutschland 1927 Frank Strobel | Dirigent Kaum ein Kunstwerk formuliert die Utopie einer Großstadt so eindrücklich wie Fritz Langs futuristischer Kultfilm »Metropolis«. Im Rahmen des neuen Festivals »Fratopia« der Alten Oper Frankfurt präsentiert das hr-Sinfonieorchester die auch ein knappes Jahrhundert nach ihrer Entstehung immer noch beeindruckenden Zukunftsszenarien mit der originalen Begleitmusik. Einen solchen Film hatte es bis 1927 noch nicht gegeben. Atemberaubende Architekturen einer Zukunftsstadt, tricktechnische Meisterleistungen, gigantische Massenszenen, von mehreren zehntausend Komparsen ist die Rede, Reales und Irreales werden filmisch verschmolzen. In Sachen Anspruch, Kosten, Drehzeit und Aufwand kannte dieser Film keinen Vergleich. Und auch in Sachen Filmmusik: Die 700 Seiten starke »Metropolis«-Partitur setzte seinerzeit einen bis heute unerreichten Maßstab dafür, wie eng Film und Soundtrack miteinander verzahnt sind. Erst durch die Musik bekommt der Film seine ganze Dynamik und Dramatik, sie kommentiert, schafft Parallelbezüge und Gefühlsräume. Und mitunter fragt man sich, ob nicht eher das Bild eine Reaktion auf die Musik ist, einer Oper entsprechend. Keiner kennt dabei diese Musik so gut wie Frank Strobel. Der Dirigent ist spezialisiert auf Filmmusiken, keiner kann wie er Bild und Ton in synchroner Übereinstimmung halten und trotzdem die Musik atmend und lebendig gestalten. Dabei wundert sich Strobel nicht, dass diese Musik klingt wie eine große spätromantische Oper: »Mit einer Musik im Stile von Strauss oder Wagner baut man eben Räume, in die sich ein Film einbetten lässt, nicht anders als in einem Fantasy- oder Science-Fiction-Film von heute.«

Source: Hessischer Rundfunk

FRATOPIA | Musik und Film

Frankfurt am Main
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